Forschungsprojekte
Laufende Projekte und Aktivitäten
eL3 - eLernen und eLehren in der integrierten Lehreraus- und Weiterbildung (nachhaltig weiterlaufend)
PLUTO - Project to Link Universities and Training Organizations (nachhaltig weiterlaufend)
Abgeschlossene Projekte und Aktivitäten
RION - Rechtsinformatik online
ZIB - Zugang zum Internet für Blinde DIID - Methoden und Werkzeuge für ein didaktisches Interaktions- und Informationsdesign
MML - Dozentenweiterbildung Multimedia in der Lehre
MuSIK - Medien-unterstütztes Studium der Informatik
Virtual CAD
Didaktik der Informatik und Informatische Grundbildung
HFA - Hypermedial gestützte Fremdsprachenaneignung
IMOR-3D
EXPOSE - Expertensystem zur Benutzungsoberflächen-Ergonomieberatung Software- Ergonomie-Beratung bei der Entwicklung von Benutzungsoberflächen
MUSE-II - Method for User Interface Engineering
SPUI-B - Stereophonic Interfaces for the Blind
Laufende Projekte und Aktivitäten (Abstracts)
Ausgangssituation
Die wichtigsten Herausforderungen für die Weiterentwicklung unseres Erziehungssystems
in Europa werden eine angemessene Vorbereitung auf die wachsende Globalisierung
aller Lebensbereiche und -- damit verbunden -- die Erziehung zur verantwortlichen
Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sein. eEurope
als Vision der Weiterentwicklung der europäischen Union braucht eLearning
als wichtige Säule. Ohne die Verpflichtung zur gesellschaftlich verantwortbaren
Nutzung dieser neuen Technologien wird das Ziel der Chancengleichheit für
alle Bürger ('social inclusion') nicht zu verwirklichen sein. Dieses
Ziel ergibt sich keinesfalls durch die Nutzung dieser neuen Medien selbst,
sondern durch die pädagogische Vermittlung der Art der Nutzung. Eine
solche Einbeziehung gelingt nur, wenn alle Lehrerinnen und Lehrer ihre
vorhandenen inhaltlichen und pädagogischen Kompetenzen aktiv verbinden
können mit einer zielgerichteten und sozial geleiteten Nutzung dieser
Medien. Damit wird die entsprechende Qualifizierung der Lehrer für
diese neue Aufgabe zur strategisch wichtigsten Maßnahme bei der Innovation
unseres Bildungssystems.
Ziel
Das Projekt eL3 - eLernen und eLehren in der integrierten Lehreraus- und
Weiterbildung gründet auf dem Erfahrungswert in anderen entwickelten
Ländern (z.B. in Nordamerika und in Skandinavien), die mindestens
40 %, oft aber bis zu 60 % aller jährlichen Ausgaben für Informations-
und Kommunikationstechnologien an Schulen in die Aus- und Weiterbildung
ihrer Lehrer investieren, und das bei einer höheren Ausstattungsquote
für Hard- und Software als in den meisten deutschen Schulen üblich.
Ein vergleichbares Weiterbildungsangebot ist in absehbarer Zeit für
die über 700.000 Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland aus unterschiedlichen
Gründen mit herkömmlichen Methoden der Lehre und traditionellen
Weiterbildungskursen nicht zu leisten. Die Kosten wären zu hoch, die
organisatorische Einbettung in das Schulsystem zu unflexibel (z.B. wegen
Unterrichtsausfall während der Weiterbildung), der Zeitraum bis zur
flächendeckenden Umsetzung deutlich zu lang. Daher wird im Projekt
eL3 ein Kursmodul-System entwickelt und erprobt, das eine breite Implementierung
ermöglichen wird.
Umsetzungskonzept
Das Kursmodul-System setzt sich aus fachbezogenen Grundkursen für praktisch
alle Fächer und Schularten und -typen -- kombiniert mit Aufbaukursen
über die pädagogische Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien
in unterschiedlichen Projektfeldern sowie für besondere Funktionen
(z.B. Schulleitung) -- zusammen und hält schließlich ergänzende
Spezialisierungsmodule bereit. Um den erforderlichen Wandel rasch genug
bewältigen zu können, muss die Lehreraus- und Weiterbildung parallel
und mit gleicher Priorität betrieben werden. Das Projekt setzt dies
durch die Integration von studierenden und berufstätigen Lehrerinnen
und Lehrern in den gleichen virtuellen Lehrangeboten konsequent um, bei
denen sich im intensiven Austausch der Teilnehmer praktische Erfahrungen
und Realitätsnähe mit wissenschaftlicher Fundierung und jugendlichem
Enthusiasmus verbinden können. Insbesondere werden in den Kursen neue
Lehr- und Lernformen wie offenes, selbstorganisiertes Lernen und
kooperatives Lernen direkt eingesetzt.
Diese neue Qualität von LehrerAus- und Weiterbildung ist in dieser Konsequenz
nur durch völlige Virtualisierung erreichbar, d.h., wenn die weiterbildenden
Angebote komplett in die einzelne Schule und gleichzeitig in die Zusammenarbeit
der dort tätigen Lehrer des entsprechenden Fachs integriert werden können.
Projektpartner
Die Partner des Projektes eL3 sind in ihren Bundesländern im Bereich
virtueller Angebote der Lehrerbildung führend (FIM-Psychologie
als Institut der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg zusammen mit der School of Education
der Virtuellen Hochschule Bayern, die
Mediendidaktische
Arbeitsstelle im Didaktischen Zentrum (MeDiAs), der Fachbereich
Informatik, die Zentrale
Einrichtung Fernstudium (ZEF) und das Zentrum
für pädagogische Berufspraxis, Abteilung Oldenburger Fortbildungszentrum
(OFZ) für Lehrer der Carl von
Ossietzky Universität Oldenburg.
Ergebnisse und Weiterführung
Seit Ende 2003 stehen für neun Unterrichtsfächer jeweils ein Grundkurs und ein
Aufbaukurs bereit, die an der Universität Oldenburg entwickelt und erprobt worden waren.
Außerdem wurde ein gibt es einen Fachübergreifenden Kurs zum Projektstudium.
Insbesondere die gründliche Evaluation der Kurse wird in einigen Artikeln beschrieben.
(Vgl. Papers)
Jeder der Kurse besteht aus fünf oder sechs Moduln. Diese Moduln können auch einzeln
genutzt oder zu neuen Kursen zusammengesetzt werden.
Die Kurse werden auch nach Auslaufen der Finanzierung durch das BMBF %uuml;ber das
Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) angeboten.
Das OFZ vertreibt auch die beiden CD-ROM, auf denen die Kursmaterrialien vollständig
präsentiert werden.
Siehe auch die Websites des Projekts: Gesamtprojekt eL3 und
Projekt eL3-Nord
Projektleitung Oldenburg: Prof. Dr. Peter Gorny
Weitere Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Hilke Günther-Arndt
Unter dem Gesamtprojekt PLUTO (Project to Link Universities and Training Organisations European Network) werden in einer Folge von Teilprojekten Materialien für die Lehrerausbildung und Lehrerfort- und Weiterbildung für das Gebiet I&K-Techniken in der Schule entwickelt. Dies erfolgt in enger Kooperation mit Hochschulen in Belgien, Großbritannien einerseits und in Bulgarien und Tschechien andererseits. Zeitweise waren auch Hochschulen in der Slowakei, Slowenien und Polen beteiligt.In PLUTO sollen die Möglichkeiten erkundet werden, wie elektronische
Kommunikation (z.B. "Electronic Mail" oder WorldWideWeb) im Unterricht an
Hochschulen und Schulen eingesetzt werden kann. Deshalb werden Unterrichtsversuche
in Fremdsprachen, in Geografie, Biologie, Physik und Geschichte angestoßen
und begleitet, um Erfahrungen mit diesem Medium zu gewinnen.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny
Abgeschlossene Projekte und Aktivitäten (Abstracts)
Im Projekt RION wird die Rechtsinformatik im Rahmen der rechtswissenschaftlichen,
informatischen und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung für die
universitäre Lehre an juristischen, betriebswirtschaftlichen und
Informatik-Fachbereichen multimedial aufbereitet und in die
Lehrangebote der beteiligten Hochschulen integriert werden.
Im Mittelpunkt der didaktischen Erwägungen für RION steht die
Unterstützung und Etablierung interaktiver und kooperativer Lehr-
und Lernformen (unter der Nutzung entsprechender kommunikations- und
kooperationsunterstützender Systeme wie JurMOO, WWW, Chat, usw.),
die die klassische Präsenzlehre um selbstorganisiertes, aktives,
offenes, exploratives, aufgabenbezogenes Lernen in den Organisationsformen
Projekt, Workshop, Kleingruppe und Selbststudium sowie Lernen durch Lehren
ergänzen.
Projektleitung Oldenburg: Prof. Dr. J. Taeger
weitere Ansprechpartner: Prof. Dr. P. Gorny
(im Verbundprojekt INVITE - Intuitive Mensch-Technik-Interaktion
für die vernetzte Informationswelt der Zukunft)
Projekt des OFFIS Forschungs- und Entwicklungsbereich Multimedia
und Internetanwendungen als Fortführung der Arbeiten, die im Projekt
SPUI-B begonnen wurden.
Zur Projektbeschreibung
Projektleitung: Prof. Dr. Peter Gorny
Weitere Ansprechpartner: Michael Gründler,
Dr. Palle Klante
DIID - Methoden und Werkzeuge für ein didaktisches Interaktions- und Informationsdesign
Entwicklung von Leitfäden zur Gestaltung von webasierten hypermedialen Studienmaterialien:
- Entwicklung von Leitfäden und Handreichungen zur didaktischen
und software-ergonomischen Gestaltung von webbasierten hypermedialen Studienmaterialien.
- Entwicklung von Leitfäden zur Evaluation der Usability von webbasierten
hypermedialen Studienmaterialien.
- Entwicklung von Werkzeugen für ein aktives und exploratives
Lernen in Hypermedia-Systemen.
- Entwicklung von Werkzeugen zur Annotation von Hypermedia-Texten
für das Lernen in Gruppen.
Zum Leitfaden
Ansprechpartner: Dr. Hilko Donker
MML - Dozentenweiterbildung Multimedia in der Lehre
Im Juni 2000 wurde an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg eine
Lernwerkstatt für multimedials Lehren
eingerichtet. Dort werden u.a. Kurse für HochschuldozentInnen angeboten, die sich
über Möglichkeiten und Grenzen neuer Medien in der eigenen Hochschullehre
informieren und weiterbilden wollen.
Diese Aktivitäten sollten vom Bibliotheks-Informationssystem (BIS)
und dem Hochschulrechenzentrum (HRZ) übernommen werden. Bei einer Reorganisation
dieser beiden Zentralen Einrichtungen wurde in 2002 diese hochschuldidaktische Beratung
der Lehrenden ersatzlos gestrichen und die Lernwerkstatt aufgelöst.
Projektleitung:
Prof. Dr. Peter Gorny
Im Projekt MuSIK (Medien-unterstütztes Studium der Informatik) werden
interaktive Lernmaterialien entwickelt, die von den Studierenden als Ergänzung
zu den Vorlesungen und Übungen über das WWW bearbeitet werden können.
Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass die fehlenden Möglichkeiten zum
interaktiven Umgang mit Software während der herkömmlichen Lehrveranstaltungen
durch hochgradige Interaktivität ausgeglichen wird. Typischerweise erlaubt die interaktive
Lernsoftware die Simulation von Prozessen oder die Visualisierung von Algorithmen. Um
den Studierenden das Material weitgehend plattformunabhängig bieten zu können,
werden Java-Applets in einen tutoriellen Rahmen (HTML) eingebettet.
Zur Projektbeschreibung
Projektbericht (PDF 1,6 MB)
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny, Dr. Nils Faltin
Virtual CAD
Durch Interaktionstechniken, die, basierend auf der Virtual Realitiy Technik, neu entwickelt werden, soll im Projekt Virtual Computer-Aided Design (Virtual CAD) der Umgang mit CAD-Systemen intuitiver gestaltet und der Konstruktionsprozess vereinfacht werden. Insbesondere die Entwicklung von geeigneten Elementbibliotheken und die Möglichkeit zur Zweihand-Interaktion mit den Elementen zwecks Platzierung und geometrischer Parametrisierung steht im Zentrum der Arbeiten, die am Beispiel des Konstruktiven Ingenieurbaus – Massivbau durchgeführt werden.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny, Dr. Edward Kwaw
Didaktik der Informatik und Informatische Grundbildung
Begleitend zu den Didaktik-Lehrveranstaltungen werden in diesem Bereich neue
Konzepte für den Schulunterricht in verschiedenen Schulstufen und -arten
und für die Lehrerfort- und weiterbildung entwickelt und veröffentlicht.
(Siehe
Papers).
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny
HFA - Hypermedial gestützte Fremdsprachenaneignung
Für die Fremdsprachenaneignung bieten sich hypermedial gestützte Methoden
und Materialien an, mit denen der Lerner am ehesten die Rolle als teilnehmende
Beobachter in (fast) realen Situationen einnehmen kann. Im Projekt Hypermedial
gestützte Fremdsprachenaneignung: Deutsch für Japaner soll entsprechende
Lernsoftware durch eine Mischung hypermdial verknüpfter Filmsequenzen, Bilder und
Texte sowie durch Zugriff auf Wörterbücher und Informationen zu dem kulturellen
Kontexten geschaffen werden. Das Projekt läuft in Kooperation mit den
Fachbereichen 2 und 11 der Universität Oldenburg und der Abteilung Germanistik
der Hosei-Universität Tokio
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny
IMOR-3D
In diesem Projekt wird ein Werkzeug entwickelt, um die speziellen
Eigenschaften und Möglichkeiten der beiden prototypischen Systeme des
Projektes SSCUI zu kombinieren.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny
EXPOSE - Expertensystem zur phasenorientierten Software- Ergonomie-Beratung bei der Entwicklung von Benutzungsoberflächen
Das Projekt befaßt sich mit der Entwicklung eines wissensbasierten
Werkzeugs für Software-Entwickler, durch das sie sich bei der
Gestaltung von Benutzungsoberflächen von Anwendersoftware
software-ergonomisch beraten lassen können. Das System EXPOSE
basiert auf der von uns entwickelten "Method for User Interface
Engineering" (MUSE), die ein systematisches schrittweises Vorgehen
erlaubt, um die Entscheidungskomplexität bei der Gestaltung zu
reduzieren und eine Berücksichtigung der software-ergonomischen
Prinzipien, Vorschriften und Empfehlungen zu ermöglichen.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny,
Dr. Ulrike Daldrup
MUSE II -Method for User Interface Engineering
In diesem Projekt wird die 1987 begonnene Entwicklung von MUSE I fortgeführt und ein Leitfaden erstellt.
Ansprechpartner:
PPrf. Dr. Peter Gorny,
Dr. Ulrike Daldrup
SPUI-B -Stereophonic User Interface for Blind
In diesem Projekt wird eine Oberfläche für
blinde Computerbenutzer entwickelt, die es ihnen erlaubt,
Klangobjekte("Hearcons") in einem dreidimensionalen "Hörraum"
zu positionieren und zu manipulieren. Die Hearcons können zum
Beispiel dazu verwendet werden, die Bildobjekte einer Graphischen
Benutzungsoberfläche (GUI) akustisch zu repräsentieren oder
um einem blinden Benutzer einen Eindruck über die räumliche
Anordnung von Objekten in einer Artificial Reality-Szene zu
vermitteln. Spezielle Aspekte der Internetnutzung wurden in dem Projekt
ZIB detailliert untersucht.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Gorny, Dr. Ludger Bölke
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